erstes Atelier

… das ist natürlich viel zu dick aufgetragen, es ist »nur« ein Platz in einer Ateliergemeinschaft aber für mich ist es schon etwas ganz Besonderes eine Räumlichkeit zu haben, in der ich mich ausfalten kann.

Raum zur totalen künstlerischen Entfaltung gesucht

Nach dem recht ergiebigen Hochschulseminar war mir sehr schnell klar, dass ich in diesem Bereich weiter arbeiten wollte. Fragte sich nur wo? In der gemeinsamen Wohnung Formate von mindestens 1 x 1 Meter zu bearbeiten, war nicht so eine gute Idee. Der Gatte ist zwar sehr tolerant aber ich weiß nicht, wie tolerant ich bin wenn er im Gegenzug eine Vorliebe für sperrige, staubende Exponate in der Küche entwickelt.

Das Atelier »Farbfernsehen« war die Rettung

Auch hatte ich (noch) keine Lust auf Farbexperimente auf Leinwand mit acht Katzenpfoten. Also musste eine externe Räumlichkeit her. Nur fällt so etwas ja nicht einfach vom Himmel. Ich begann zu suchen, zu fragen, nachzulesen. Als ich es schon gar nicht mehr geglaubt hatte und im Geiste die Wohnung doch umräumte, bekam ich das Angebot, zwei Straßen von unserem Zuhause mir einen Platz in einer Ateliergemeinschaft anzusehen. 10 qm für mich, mit Licht und warm und vier Mitstreiterinnen. Perfekt!

Pünktlich einen Tag vor meinem Geburtstag bekam ich den Zuschlag und konnte zum 1. November einziehen. Ein wunderbares Geschenk. Nach und nach bin ich mit meiner Staffelei und ein paar Möbeln und jeder Menge Malgeraffel eingezogen.

Herrlich, jetzt biege ich immer dann wenn ich abends nach einem Design-Büro-Tag noch Zeit habe, einfach kurz vor unserem Zuhause ab und bin zwischen meinen Farben. Da Geduld nicht unbedingt mein zweiter Vorname ist, passt mir dieses abendliche Kurz-Intermezzo gut ins Konzept. Spätestens nach zwei Farbschichten MUSS ich die Leinwand trocknen lassen und radele entspannt nach Hause.

Wunderbare Zeiten brechen an

Noch entspannter geht es natürlich am Wochenende zu wenn es heißt: Ich bin denn dann mal eben drüben.